Logopädie bei Kindern

 

Wir behandeln:

 

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Sprachentwicklungsstörungen / Sprachentwicklungsverzögerungen (Late Talker)

Der Spracherwerb vollzieht sich in der Regel in den ersten fünf Lebensjahren eines Kindes. Wird das sprachliche System in diesem Zeitraum nicht erwartungsgemäß erworben spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung (SES).

Im zweiten Lebensjahr setzt für gewöhnlich die aktive Sprachentwicklung ein. Beginnt ein Kind in diesem Alter noch nicht aktiv zu sprechen, bezeichnet man jenes Kind als „Late Talker – Spätsprecher“. Beschriebene Symptomatik wird als Sprachentwicklungsverzögerung klassifiziert

Ausprägungen einer SES-Sprachentwicklungsstörung:

  • Sprachverständnisstörungen:

    • sprachliche Äußerungen und Anweisungen können vom Kind nicht altersentsprechend verstanden und ausgeführt werden

    • bspw.: ungenaues Wortbedeutungsverstehen (verraten wird als erraten interpretiert) oder geringes Interesse an sprachlichen Anforderungen (Verweigern, Stören, usw. beim Vorlesen)

  • Phonologische Störungen:

    • das muttersprachliche Lautsystem ist nicht altergemäß entwickelt

    • phonologische Störungen äußern sich häufig in Lautersetzungen (bspw.: Tanne anstatt Kanne), Lautauslassungen (bspw.: Liege anstatt Fliege) sowie Lautangleichungen (bspw. Slange anstatt Schlange)

  • Störungen des Grammatikerwerbs:

    • spezifische grammatische Strukturen sind nicht vollständig erworben, beziehungsweise deren Anwendung ist nicht altersentsprechend möglich

    • ehler liegen hier häufig in einer fehlerhaften Verbstellung (bspw.: Wir heute Eis essen.), der Verwendung starrer Satzmuster (bspw.: Un` heute Auto fahrn. Un ich müde. Un` Mama Arbeit.), einer fehlerhaften Übereinstimmung von Satzteilen (bspw.: ich esst, du sein böse) als auch einer fehlenden Verwendung von Funktionswörtern (bspw. Präpositionen, Konjunktion, usw.).

  • Semantisch-lexikalische Störungen:

    • zeigen sich sowohl im passiven Wortschatz, d.h. dem Verständnis der Bedeutung eines Wortes als auch in der aktiven Verwendung von Wörtern

    • äußern sich vermehrt zum Beispiel durch den Gebrauch unspezifischer Wörter (bspw. machen, tun als „Lücken-Verb“ für vielfältige Tätigkeitsbeschreibungen) oder die Stagnation des Wortartenerwerbs (bspw. Hoher Anteil an Verben und fehlende Funktionswörter wie Verben oder Adjektive „Bett, Nacht“- anstelle von „Ins Bett gehen/ Schlafen gehen.“)

  • Sprachentwicklungsstörungen im Rahmen von Komorbiditäten:

    • aufgeführte sprachliche Auffälligkeiten treten hierbei beispielsweise in Kombination mit Wahrnehmungsstörungen, tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (bspw. Autismus), diversen Syndromen (bspw. Down Syndrom), neurologischen Störungen, Hörstörungen sowie bei Verhaltensstörungen auf

Artikulationstörungen / phonetische Störungen (bspw. Lispeln)

  • das Kind ist sprechmotorisch nicht dazu in der Lage Laute korrekt zu bilden
  • die am häufigsten auftretende Artikulationsstörung bei Kindern ist der Sigmatismus, das Lispeln, bei welchem der Laut /s/ fehlgebildet wird

  • man unterscheidet hierbei den Sigmatismus addentalis (die Zunge wird bei der Artikulation an die Schneidezähne gepresst), den Sigmatismus interdentalis (die Zungenspitze liegt bei der Artikulation sichtbar zwischen den Zahnreihen) und den Sigmatismus lateralis (die Zunge bildet keine mediane Rinne, die Luft entweicht bei der Artikulation seitlich in die Wangentaschen)

Myofunktionelle Störungen

  • es liegt ein muskuläres Ungleichgewicht des orofazialen Bereiches, das heißt der Muskelgruppen der Zunge, der Lippen und der Wangen vor
  • häufig in Kombination mit einer Störung des Schluckens, wobei die Zunge beim Schlucken häufig gegen die oberen Schneidezähne oder zwischen eben diese drückt
  • myofunktionelle Störungen sowie ein verändertes Schluckmuster haben in vielen Fällen auch eine phonetische Störung (Artikulationsstörung wie beispielsweise Lispeln) zur Folge

Kindliches Stottern

  •  in der Sprachentwicklung eines Kindes kommt es immer wieder zu entwicklungsbedingten, also unbedenklichen Sprechunflüssigkeiten
  • verstärkt auftretende Unflüssigkeiten, also beginnendes Stottern zeigen sich in Lautwiederholungen (bspw. „i-i-i-ich“), vermehrten Silbenwiederholungen (bspw. „Ha-Ha-Ha-Hallo“) oder stillen Blockaden
  • je früher bei beginnendem Stottern mit der Therapie begonnen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Remission

Störungen der phonologischen Bewusstheit

  • die phonologische Bewusstheit stellt die Grundlage, vielmehr die Vorläuferfähigkeit für den korrekten Gebrauch von Lauten in der Spontansprache sowie den späteren Erfolg beim Schreib- und Lese-erwerb dar
  • umfasst neben dem Verständnis für Reime (bspw.: Haus-Maus) oder Silben (bspw.: Re-gen-bo-gen), auch das Bewusstsein über die kleinsten Einheiten der gesprochenen Sprache, nämlich der einzelnen Laute im Wort (bspw. Ball - /b-a-l/)

Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörungen

  • trotz intaktem Gehör bestehen Schwierigkeiten sprachliche und auch nicht sprachliche Stimuli (bspw. Geräusche) adäquat zu verarbeiten oder diese auszuwerten
  • zentral bedingte Störung, welche bei einer eingeschränkten Weiterleitung von Sprache und Geräuschen vom Ohr zum Hörzentrum auftritt
  • bspw.: Schwierigkeiten bei der Lokalisation/Ortung von Schallreizen, Probleme bei der Unterdrücken von Störschall

Kindliche Stimmstörungen

  • bezeichnet die Erkrankungen, beziehungsweise die Beeinträchtigung der Stimme bis zum Einsetzen der Prämutation, das heißt den ersten Anzeichen des Stimmwechsels während der Pubertät
  • äußert sich, ähnlich den Stimmstörungen im Erwachsenenalter durch Symptome wie Heiserkeit, Rauigkeit und/oder Behauchheit.
  • die häufigste Ursache einer kindlichen Stimmstörung stellt der Fehlgebrauch der Stimme dar

Lese- und Rechtschreibschwäche

  • liegt vor, wenn ein Kind nicht altersgemäß Lesen und/oder Schreiben kann
  • neben den Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, treten zudem auch Auffälligkeiten in den Bereichen der gesprochenen Sprache, im Verhalten, in der Lern- und Merkfähigkeit, beim Hören und Sehen als auch in der Grob- und Feinmotorik auf

Mutismus

  • trotz altergemäßer Sprachentwicklung sind Kinder mit Mutismus nicht aktiv, also verbal, in der Lage zu kommunizieren
  • liegt ein selektiver Mutismus vor, so besteht die Sprechhemmung ausschließlich in bestimmten Situationen, oder bei bestimmten Personen

 

Physiotherapie

früher auch Krankengymnastik, ist eine Form spezifischen Trainings und der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln, mit der vor allem die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.

Ergotherapie

ist eine Therapieform, die sich mit der Ausführung konkreter Betätigungen und deren Auswirkungen auf den Menschen und dessen Umwelt befasst. Beeinträchtigungen werden durch den gezielten Einsatz von individuell sinnvollen Tätigkeiten behandelt. Dabei nehmen die persönliche und sozio-kulturelle Bedeutung der Tätigkeit, deren Auswirkung auf die Gesundheit und deren Wechselwirkungen mit der Umwelt einen hohen Stellenwert ein.

Logopädie

ist die medizinische Fachdisziplin, die Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörbeeinträchtigung zum Gegenstand hat. Sie beschäftigt sich mit Prävention, Beratung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation, Lehre und Forschung auf den Gebieten der Stimme, Stimmstörungen und Stimmtherapie, des Sprechens, Sprechstörung und Sprechtherapie, der Sprache, Sprachstörung und Sprachtherapie, des Schluckens, Schluckstörung und Schlucktherapie sowie der Kommunikation und des Hörens.

 

Therapiehaus Klimen

Zentrum für Physiotherapie,
Ergotherapie, Logopädie

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